Nach Wahl wird der Standort fürs Aachener Spielcasino geklärt

Dass die NRW Wahl ansteht, sollte dir bekannt sein. Danach wird endgültig der Beschluss fallen, wo sich das Aachener Spielcasino niederlassen wird. Seit vielen Jahren hat das Spielcasino an der Monheimsallee zahlreiche Defizite und finanzielle Einbußen zu verzeichnen.

Der Landtagskandidat Karl Schultheis (SPD) sowie Armin Laschet (CDU) überzeugten sich selbst von der wirtschaftlich schlechten Lage der Spielbank und ließen sich eine Führung nicht entgehen. Die Umsätze sind im Jahre 2009 um 20 Prozent gesunken – im Vergleich zu 2008. Auch die Besucherzahlen gehen immer weiter zurück. Das kann die Spielbank nicht weiter hinnehmen und pocht nun darauf, einen neuen und besseren Standort zugewiesen zu bekommen.

Der Betreiber der Spielbank, Westspiel, plant schon jetzt, Aachen komplett zu verlassen und ein neues Casino in Köln zu eröffnen. Vermutlich hast auch du schon von diesem offenen Geheimnis gehört. Leider kann der Betreiber selbst die Entscheidung nicht treffen und muss sich somit gedulden, bis die Wahl abgeschlossen und die Regierungsmehrheit bestimmt wurde.

Diese ist dann für eine Entscheidung über den Standort zuständig. Nolden, der Betriebsrat, rechnet fest damit, dass der neue Standort noch in diesem Jahr feststeht. Nach Einhaltung aller Fristen kann das Casino aber auch dann erst Ende 2012 endgültig umziehen.

Seit 2002 besteht im Kapuziner Karree ein Teil der Spielbank, das Automatencasino. Diese Zweiteilung soll künftig rückgängig gemacht werden, denn die geringe Gästezahl würde sich kaum lohnen. Nolden musste eingestehen, dass genau diese Zweiteilung schädlich ist für die schlechten Besucherzahlen und die untragbaren Umsätze.

Erst, wenn der neue Standort feststeht, erklärt sich Westspiel auch zur Zusammenführung der zweigeteilten Spielbank bereit. Bis dahin werden keine Gelder in diese Zusammenlegung investiert – das steht schon jetzt fest.

Schultheis möchte den Standort weiterhin in Aachen belassen und die staatliche Konzessionierung nicht aufheben. Es wird also keine Privatisierung der Spielbank geben. Es gehe dabei in erster Linie um die etwa 200 Arbeitsplätze, die durch eine Verlegung gefährdet sind. Sinnvoller sei es, eine Zusammenarbeit mit dem Eurogress zu fördern und mehr für die Aachener Spielbank zu werben.

So, wie es bisher aussieht, wird das Casino bestehen bleiben und nicht durch ein Musikhaus ausgetauscht. Wichtig ist es, dass eine feste Zusammenarbeit aller Träger besteht und man sich konsequent um den Erhalt und die Umsätze der Spielbank bemüht. Du darfst also schon jetzt davon ausgehen, dass die Spielbank in Aachen weiterhin dort bleibt, wo sie sich bisher befindet.

So kannst du auch weiterhin dort spielen und dein Glück versuchen. Genaueres erfährst du natürlich erst nach der NRW Wahl – wir halten dich auf dem Laufenden.

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