Lottogewinner hat seine Frist verpasst

Dass man hin und wieder mal einen Termin verpasst, ist zwar ärgerlich, aber nicht besonders dramatisch. Schließlich lassen sich nahezu alle Termine neu vereinbaren. Eine ganz besondere Ausnahme bildet jedoch der unfassbare Termin, den ein Mann aus dem Allgäu verpasste.

Er gab einen Lottoschein ab, gewann 2,1 Millionen Euro und holte seinen Gewinn einfach nicht ab. Das halbe Jahr Zeit, welches man dem Allgäuer zugestand, hatte er nicht genutzt. Nun, da die Frist für das Abholen seines Gewinnes abgelaufen ist, kann dieser sich vermutlich nur selbst in den Allerwertesten beißen.

Bis zum vergangenen Montag gab man dem Gewinner des 2,1 Millionen Euro hohen Lottogewinns Zeit, sein Geld abzuholen. Wäre er an diesem Tag erschienen, so hätte die Lotterieverwaltung ein Auge zugedrückt und den verspäteten Auftritt des Unbekannten akzeptiert.

Doch auch an diesem Tag erschien der Mann einfach nicht und hat sich somit selbst die Chance genommen, Millionär zu sein. Das Geld muss nun zurück an die Glücksspirale gegeben werden. Eine Sonderauslosung wird dann bald ausgespielt, in dessen Topf sich nicht abgeholte Gewinne befinden.

Dies teilte der Präsident der Staatlichen Lotterieverwaltung Bayern, Herr Erwin Horak, nun mit. Verloren ist das Geld also nur für denjenigen, der es nicht fristgerecht abgeholt hatte. Jetzt darf sich vielleicht jemand anders in einer Sonderauslosung über den satten Gewinn freuen.

Der Gewinner, der scheinbar doch keiner sein wollte, gab seinen Lotto- Normalschein im Kemptener Raum in einer Annahmestelle ab. Dies geschah am 9. Januar diesen Jahres. Vier Felder hatte der Unbekannte ausgefüllt. Gleichzeitig spielte er bei der Super 6 und auch beim Spiel 77 sowie bei der Glücksspirale mit. Die Glücksspirale war es auch, die dem Mann Glück brachte.

Seine auf dem Schein befindliche Nummer stimmte mit der in der Glückspirale gelosten Zahl überein. Der daraus resultierende Gewinn lag bei sagenhaften 2,1 Millionen Euro, die sich der Gewinner einfach nur hätte abholen müssen. Ihm blieb sogar die Wahl zwischen diesem hohen Sofortgewinn und einer monatlichen lebenslangen Sofortrente von jeweils 7500 Euro – und das Monat für Monat.

Es ist kaum fassbar, dass sich der Gewinner selbst nach sechs Monaten Fristgewährung nicht bei der zuständigen Zahlungsstelle meldete. Bereits am vorletzten Samstag war diese Frist abgelaufen. Man gewährte dem Mann sogar eine zusätzliche Frist bis zum darauf folgenden Montag, die die Lottostelle an den Wochenenden geschlossen hat.

Für dieses Schlamassel gibt es nur zwei Erklärungen: Entweder, der Mann wollte einfach kein Millionär sein oder aber, er hat sich nur auf die Lottozahlen konzentriert und dabei einfach übersehen, dass seine Nummer der Glücksspirale sein Schlüssel zum Glück hätte sein können.

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