Hirnforscher: wie Spielsucht entsteht ?!

Vermutlich gehörst auch du zu den Menschen, die ihr Glück immer wieder an den zahlreichen Automatenspielen versuchen. Aber wusstest du auch, dass gerade durch die Beinahe- Gewinne an solchen Slotmaschinen extrem viel Dopamin ausgeschüttet wird? Was das für dich bedeutet, werden wir dir im Folgenden näher erläutern.

Man könnte eigentlich vermuten, dass Menschen wir dir gerade eine knappe Niederlage die Lust am spielen vergehen lässt. Doch wie Hirnforscher nun herausfanden, sind es gerade diese Beinahe- Gewinne, die dich zum Weitermachen animieren. Somit bewirkt eine Niederlage, die nur sehr knapp war, genau das Gegenteil von dem, was du wahrscheinlich bisher vermutet hast.

Wir können dir an dieser Stelle nur raten, dich einmal selbst beim Spielen am Slot zu beobachten. Du wirst genau zu dem Ergebnis kommen, welches jetzt auch die Hirnforscher herausbekamen. Dein Gehirn verfügt nämlich über ein „Belohnungssystem“, welches dich nach einer knappen Niederlage zum Weiterspielen zwingt.

Spielsucht ist laut Hirnforschung genau der gleichen Kategorie zuzuordnen wie Drogensucht. Beide Formen der Sucht werden durch Dopamin beeinflusst, welcher ein Botenstoff des Gehirns ist. Genau dieser Stoff aktiviert das oben genannte „Belohnungssystem“, das auch in deinem Gehirn vorhanden ist.

Dieses System sorgt dafür, dass du auch im Verlustfall nicht mehr logisch denken und aufhören kannst, sondern immer weiter spielen musst – egal, wie viel Geld du dabei verlieren könntest. In Cambridge betrieben nun Wissenschaftler eine umfangreiche Ursachenforschung, um der Spielsucht auf den Grund zu gehen.

Neben Menschen, die gar nicht spielten, mussten sich auch Lotterie Spieler und Sportwettenbegeisterte einer Studie unterziehen. Alle Probanten wurden vor einen Slotautomaten gesetzt und sollten spielen. Zwei Walzen à 6 Symbole befanden sich auf den Spielautomaten.

Zwei gleiche Symbole horizontal bedeuteten, dass die Spieler erneut 75 Cent bekamen. Alle anderen Kombinationen blieben ohne Geldbelohnung. War ein Symbol, welches zum Gewinn notwendig gewesen wäre, nur halb zu sehen, galt dieses als Beinahe- Gewinn. Genau diese Situation wurde mithilfe der Magnetresonanztomographie untersucht.

Genau in der Beinahe- Gewinn Situation befanden sich die Spieler in einem Glückszustand, der eigentlich nur einem echten Gewinn zuzurechnen wäre. Allerdings war dies nur bei den Probanten der Fall, die auch sonst das Glücksspiel lieben. Diejenigen, die sich nie für Spiele interessierten, steckten den Beinahe- Gewinn als Niederlage ein und verloren die Lust am Spiel.

Du solltest also sehr vorsichtig sein mit dem Glücksspiel, denn die Dopamin Ausschüttung verhindert, dass du einfach so mit dem Spielen aufhören könntest. Zudem geben sich Süchtige dem Glauben hin, sie könnten das Spiel selbst kontrollieren. Die ist allerdings ein Irrglaube.

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