FDP Sportförderung privater Wettanbieter

Das Unternehmen Lotto / Totto versucht bereits seit längerer Zeit, private Wettanbieter auszubooten. Grund dafür ist die Angst vor finanziellen Verlusten, die Lotto / Totto natürlich verhindern möchte. Doch alle Versuche, sich den Markt alleine zu sichern, sind bisher gescheitert.

Der Chef der Bayerischen Lotterieverwaltung, Erwin Horak, führte ein Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Die Zeitung selbst kritisierte die Einstellung des Meinungsführers sehr, der zugleich Präsident der Lottogesellschaften ist, welche dem Finanzministerium der einzelnen Bundesländer unterliegen.

Horak befürchtet laut seiner Aussage, dass die Sportförderung wegbrechen würde, sollte man das staatliche Glücksmonopol sichern. Die Kritik, die um die Meinung des Lotteriechefs laut wurde, verbreitete sich wie ein Lauffeuer im ganzen Raum.

Aktuell versucht Lotto fieberhaft, sämtliche Überweisungen an Internetanbieter und reale Anbieter im Ausland zu unterbinden. Man besteht darauf, dass ein Verbot solcher Überweisungen ausgesprochen wird. Während dieser Versuche nahm Lottochef Horak die Sache selbst in die Hand.

Er versuchte, den Deutschen Olympischen Sportbund von seiner Idee zu überzeugen und bat diesem gleichzeitig eine deutliche Erhöhung von Anteilszahlungen an, die aus den Einnahmen aus „Lotto“ hervorgehen. Bisher gibt es von Seiten des DOS noch keine eindeutige Äußerung.

DOS Sprecher teilten mit, dass bereits etwa 95% aller Wettenden sich für ausländische Online Casinos entschieden haben. Dies könnte mit günstigeren Konditionen und auch mit teilweise besseren Quoten zusammenhängen.

Im Verlauf der Angebote und Diskussionen rund um die Sportförderung kam der medienpolitischen Sprecherin des Landtags FDP, Julia Sandt, eine recht gute Idee in den Sinn. Diese gibt zu Überdenken, ob es nicht sogar sinnvoll ist, ausländische Anbieter weiter in Deutschland zu integrieren und Privatanbietern für Sportwetten offiziell die Erlaubnis zu erteilen, ihre Dienste weiterhin in Deutschland anzubieten.

Als Bedingung nannte Frau Sandt, dass sich private Anbieter von Sportwetten im Gegenzug dazu bereit erklären müssen, ebenfalls ihren Beitrag zur Sportförderung zu leisten, so wie es staatliche Anbieter bereits seit Jahren tun.

Julia Sandt gibt ebenfalls zu bedenken, dass die Forderung von Lotto / Totto in keiner Weise umsetzbar ist. Zudem laufe Deutschland mit einer angenommenen Umsetzung Gefahr, zu einem Verbotsstaat zu werden. Dies könne man nicht in Kauf nehmen.

Vermutlich wirst auch du Julia Sandt Recht geben. Ihr Vorschlag, die Sportförderung auch auf die Schultern privater Anbieter von Sportwetten zu verteilen, ist hingegen leicht umsetzbar und ließe sich schon in den nächsten Jahren verwirklichen.

So könnten sowohl der DOS als auch die Anbieter selbst einen erheblichen Vorteil erzielen. Lotto / Totto hingegen müsse sich mit einer Entscheidung abfinden. Ob und wann eine solche Entscheidung gefällt wird, ist jedoch unklar.

Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

Comments are closed.

Subscribe to RSS Feed Follow me on Twitter!