Es hat sich endgültig ausgespielt

CDU und SPD sind sich in einer Sache einig: In der Stadt Frankfurt existieren eindeutig zu viele Spielautomaten und damit auch viel zu viele Spielhallen.

Die Politik beschloss nun, zu handeln. Schließlich soll die Suchtgefahr gemindert werden und neue Spielanbieter sollen erst gar keine Chance haben, die Pforten zu eröffnen.

Doch damit noch nicht genug. Boris Rhein, Vorsitzender der CDU in Frankfurt, erwartet eine faire und sinnvolle Minimierung der Anzahl an Spielhallen, die ihre Dienste und entsprechend viele Glücksspielautomaten anbieten. Es gibt bisher keine Gewerbeordnung, die die Zulassung von Spielhallen regeln würde. Zudem liegt das Problem in der Tatsache, dass immer weniger die Unterhaltung im Vordergrund steht, sondern viel mehr das gewerbliche Gewinnspiel.

Es wird nun gefordert, dass das Glücksspielmonopol auch auf Spielhallen oder genau genommen auf das gesamte gewerbliche Spiel angewandt wird. Im Prinzip sind solche Spielhallen, wie wir sie kennen, kaum etwas anderes als ein kleines Spielcasino. Genau deshalb muss es konsequentere Regelungen geben, die die Gefahr einer Spielsucht wenigstens drastisch senken sollen.

Zwischen dem Jahr 2005 und 2009 fanden etwa 30.000 zusätzliche gewerbliche Automatenspiele den Weg in die Spielhallen, in Imbissbuden und dergleichen. Dieser enorme Anstieg der Spielautomaten soll nun ein Ende haben. Hinzu kommt die Tatsache, dass reine Spaßautomaten ohne jede Geldgewinnchance zusehends vom Markt verschwinden. Sagenhafte 15% weniger sind es, als noch in 2005.

Die SPD sieht diesen Ansatz jedoch nicht so, wie es die CDU tut. Hier plant man eine Steuererhöhung auf alle gewerblichen Spiele anzubringen. So soll die Anzahl der Spielautomaten nicht weiter steigen. Da es im Verwaltungsrecht nur wenige Möglichkeiten gibt, die Maßnahmen in der Form zu ergreifen, will man es nun über das Steuerrecht versuchen.

Ein Grundgedanke der Sozialdemokraten ist es, auf die Umsätze aus allen gewerblichen Spielen prozentuale Abgaben zu fordern. Bleibt für die SPD also nur noch die Frage, ob mit größerer Gewerbefläche einer Spielbank auch die Steuern beziehungsweise die Gebühren entsprechend höher angesetzt werden können.

Es gibt wohl viele Gründe, die Zahl der Spielautomaten einzuschränken. Im Vordergrund steht dabei die Suchtprävention. Je mehr Möglichkeiten ein Spieler hat, sein Glück im Echtgeldspiel auf die Probe zu stellen, desto wahrscheinlicher ist es, dass dieses Spielverhalten zu einer Sucht führt. Bleibt abzuwarten, ob sich CDU und SPD durchsetzen und welcher Ansatz letzten Endes verfolgt wird.

Wir halten dich natürlich weiterhin auf dem Laufenden und berichten dir, sobald es eine Einigung gegeben hat und wie sich diese gestaltet.

Both comments and pings are currently closed.

Comments are closed.

Subscribe to RSS Feed Follow me on Twitter!