Drohender Untergang im Poker-Paradies Wien

Wien ist bekanntermaßen das Las Vegas Europas – gerade für Pokerfans. Wäre da nur noch das neue Glücksspielgesetz, welches den drohenden Untergang des europäischen Las Vegas zur Folge hat.

Das österreichische Wien ist bereits seit einigen Jahren die Hochburg für Pokerspieler und gilt deshalb als das Las Vegas Europas. Im Gegensatz zu Deutschland, wo es nur sehr wenige legale Pokergelegenheiten gibt, ist Österreich das Land der unbegrenzten Poker Möglichkeiten – zumindest bislang.

Nahezu überall kann hier gepokert werden. Ein weiterer Vorteil Wiens im Vergleich zu Deutschland sind die Einsatzhöhen. Im europäischen Las Vegas kann bereits mit einigen Cent gespielt werden, während es in deutschen Casinos oftmals erst ab 60 Euro losgeht. Wien bietet Spielern die Chance, in Kneipen, Casinos und Clubs für minimales Geld zu spielen, so dass wirklich jeder Pokerspieler sich das beliebte Hobby leisten kann.

Grund für die unübertreffliche Auswahl an Pokergelegenheiten sind Gesetzeslücken im österreichischen Glücksspielgesetz. Diese sollen jetzt jedoch endgültig geschlossen werden. Der Nationalrat höchstpersönlich hat beschlossen, den bisher gültigen Glücksspielvertrag zu novellieren und den Pokerfans sowie Pokerveranstaltern so den Garaus zu machen.

Die Novelle gilt überwiegend für Automatenspiele, soll sich allerdings auch mit dem Thema Poker befassen und dieses Spiel künftig beinhalten. Es wird in naher Zukunft auch in Österreich eine Poker- Lizenz geben, wie wir sie aus Deutschland kennen. Nur Besitzer einer solchen Lizenz dürfen ab dem Jahr 2013 weiterhin Pokerspiele und –turniere veranstalten.

Gerade die Casino Clubs leiden unter der Entscheidung, denn allerspätestens am 31.12.2012 werden dort keine Pokerspiele mehr stattfinden dürfen.

Es ist zu befürchten, dass es ab diesem Zeitpunkt viele illegale Pokerveranstaltungen geben wird, denn nach 17 Jahren Kampf für das Pokerspiel werden sich die Veranstalter nicht so einfach abspeisen lassen. Gerade Hobbyspieler, die das Spielen um Centbeträge lieben, haben mit fatalen Auswirkungen auf ihr Hobby zu rechnen.

Es soll ab 2013 lediglich 15 Casinos in Österreich geben, die eine Poker- Lizenz erhalten. Diese wenigen Lizenzen können die Dichte der Pokerfans gar nicht decken.

Gerade dadurch wird das Gesetz das Gegenteil von dem bewirken, was es zu bewirken versucht: Es wird eine Illegalität in Österreich geben, Hinterzimmer werden zu Veranstaltungsräumen und das Gesetz wird auch in Wien kaum eine Chance haben, sämtliche illegale Institutionen zu erkennen.

In Wien haben Pokeramateure bald höchstens die Chance, ganz ohne Geldeinsatz zu pokern. Der einzige Gewinn könne in einem solchen Fall ein Sach- oder Geldpreis sein. Freerolls sind recht beliebt in Wien, können aber sicherlich nicht das bisherige Las Vegas Europas aufrecht erhalten.

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